The Lion fell in love with the lamb.

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Willkommen auf meiner Site! Viel Spaß beim herumstöbern und vergesst bitte nicht das Gästebuch! ;]

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Cuties


We stumble into our lives. We need to find a certain something.

Hallö.

Also iwie war der Tag bisjetzt ziemlich langweilig und komisch.
Ich hab erstmal bis kurz nach 12 durchgepennt. Meine Schwester is da von der Schule heimgekommen und hat mich geweckt. ^^ Naja. Jedenfalls bin ich dann noch ne Weile im Bett geblieben und hab gelesen (Mein Gott, ich schwör, Harry Potter bringt mich jedes mal wieder zum heulen), was meiner Schwester net unbedingt gefallen hat. Yup. Sehr interessant, ich weiß.
Ich sollte eigentlich immer noch's Jugendamt anrufen. Pf. Ich will net. Meine Mom soll des machen. Aber neeein, sie machts ja net. Subbi. Naja, jedenfalsl muss ich jetzt über's Wochenende mal nach der Nummer suchen...ICH WILL NICHT! xD Naja, was solls.
Heute Abend geh ich zu ner Freundin und schlaf dann bei der. Morgen geh ich dann mit besagter Freundin nach Schwäbisch Hall einkaufeeeen. Bzw sie will was zurück bringen und ich werd halt mitgeschleppt. Egaaaal, wird trotzdem gut. & morgen Abend gehts dann ab nach Kupferzell aufs Gerümpelturnier. Whooooo! Wird bestimmt lustig. Hoff ich....
Naja, hier is grad so langweilig, deswegen hab' ich beschlossen, hier mal wieder zu schreiben und euch (als ob's ijmd lesen würde) jedes langweilige Detail zu erzählen....
Grad hör ich Taylor Swift- Forever and Always an. Is echt schön des Lied...Naja, eigentlich guck ich ja eher ein Twilight-Video an, aber was solls. Da kommt des Lied eben. :D
Ich bin schon so unglaublich nervös wegen Amerika... Jeder macht mir Mut, dass des klappt und alles! Meine Tante, meine Cousine, meine Oma, mein Onkel, mein Halbbruder...Alle sagen immer "It will work out" & so! Omg, ich freu mich aber soooo! In Amerika leben...Wow....Vorher hab ich immer gedacht, ich zieh mit 23 oder so rüber aber mit 16? Hätte ich niemals erwartet. Naja, vielleicht klappts auch gar net. Aber wir sollten uns echt langsam mal beeilen, immerhin muss ich mich auch noch bei dem Gymnasium hier abmelden, wenns klappt!
Ohje, ich hoffs so!

Also, tschöö.

12.6.09 17:28


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If it's gonna be a rainy day, there's nothing we can do to make it change.

 Hallö

Also das mit'm Buch war ja ein totaler Reinfall. :D

Genau deswegen verwandel ich das hier jetzt in nen stinknormalen Blog. Ja, sehr interessant. Hier könnt ihr über mein Leben und so weiter lesen. Hmpf. Ja. 

Also heut' is echt'n scheiß Tag. Wir ham dreiviertel 10 und ich muss um 12.48 mit'm Bus nach Kiau fahrn um zu dem behinderten Beratungsgespräch für die noch viel behindertere Kompetenzprüfung gehn. Subbi. Darauf hab ich schonmal kein' Bock. Ich hab Kopfweh und abgesehn davon hab ich heute Nacht auch noch extrem schlecht geschlafen. Sehr toll, hm? Naja, was solls. Ändern kann ich eh nix dran. 

Ich würde es ja echt toll finden, den ganzen Tag nur rumzuchillen...Aber neeeein, heute Abend muss ich dann ja noch mit meiner Mom, meiner Tante & meiner kleinen Schwester ein Pferd angucken gehn, dass sich meine Tante evtl. kaufen will. Wird immer besser. 

Der einzige Lichtblick ist, dass die Chancen sehr gut stehn, dass ich nach wirklich nach Amerika auf die High School kann. Ich muss jetzt noch mein Daddy anrufen, dass der meine Staatsbürgerschaft beantragt und dann noch beim Jugendamt anrufen, wegen der Vormundschaft, die jmd da drüben dann über mich haben muss. Omg, hoffentlich macht des meine Mom für mich. o_ô Ich will da net anrufen. xD  Ok, des mit meinem Daddy is geklärt, der kommt morgen oder so zu uns (Ja, der wohnt nicht mehr bei uns daheim) und redet mal mit meiner Mom drüber. Dann gehn wir nächste Woche oder so endlich nach Frankfurt und beantragen des Ding. Ca. 500$ weg. Jippie! Oh Gott, ich bin schon so nervös, obwohl noch nix sicher is. Panik, was mach ich, wenn ich nix versteh in der High School? Omg. :'D Naja, des wird schon. *mir selber Mut zured*

Also, des wars dann eigentlich auch schon. :D 

See ya! 

10.6.09 09:58


Mein Buch. :) mit Fortsetzung. :]

Kapitel 1

Lillith rannte. Es ist zu spät! Sie werden mich kriegen! dachte sie verzweifelt. Sie musste sich beherrschen, um nicht loszuschreien. Als sie um eine Ecke schlitterte, sah sie aus den Augenwinkeln, wie weit weg die Wachen der Wasserelfen noch waren. Wahrscheinlich würden sie ihre Spur verlieren, wenn sie sich geschickt durch das Labyrinth aus Bäumen, Büschen und Erdhügeln bewegte. Lillith rannte um eine weitere Ecke. Da sah sie es: Sie saß in der Falle. Vor ihr war eine Wand aus Stein, die mit Efeu bewachsen war. Hektisch sah sich nach einem Ausweg um, fand jedoch keinen. Wie jedes mal, wenn Lillith sich in einer Situation befand, aus der es keinen Ausweg zu geben schien, schossen ihr Tränen in die Augen.
Dann ging alles sehr schnell. Sie hörte die Wachen kommen und als sie fast um die Ecke kamen wurde sie in ein Loch gezogen, das plötzlich in der Wand erschienen war. Gerade als sie schreien wollte, hob ihr jemand den Mund zu.
“Sei doch ruhig! Oder willst du, dass die Wachen uns finden?”, sagte eine ihr unbekannte männliche Stimme. “Bist du jetzt ruhig?”  Lillith nickte und die Hand ließ von ihrem Mund ab. Erst dann merkte sie, dass sie auf dem Unbekannten lag. Schamesröte schoss ihr ins Gesicht und sie rollte sich seitwärts von ihm runter. In dem Loch war es dunkel, daher konnte sie auch nicht erkennen, zu wem die unbekannte Stimme gehörte. Da sie Feuer heraufbeschwören konnte, entfachte sie eine Flamme, die den kleinen Raum, oder besser gesagt die kleine Höhle, erleuchtete. Vor ihr saß, und sie konnte es kaum glauben, ein Wasserelf. Mit großen Augen starrte sie ihn an. “W-w-w-wieso hast du mich gerettet?”, stotterte Lillith. Der Wasserelf zuckte nur mit den Schultern und sagte: “Damit sie dich nicht töten, natürlich! Ich heiße übrigens Darian.” Als Lillith merkte, dass sie ihn immer noch anstarrte, schaute sie verlegen weg. “Aber… Ich bin eine Feuerfee! Und du ein Wasserelf! Solltest du mich nicht hassen und glücklich darüber sein, wenn  ich tot wäre?”, fragte sie ihn verwirrt. Es verwirrte sie noch mehr, als Darian auf einmal anfing zu lachen. Sein Lachen war laut und klang wie Musik. “Solltest DU mich jetzt nicht beleidigen und sogar töten? Immerhin sind die Feuerelfen doch für ihre Unfreundlichkeit bekannt.”, meinte Darian. “Ja, eigentlich sollte ich das tun. Aber ich halte nichts von Gewalt. Du hast recht, Feuerelfen sind normalerweise unfreundlich, aber ich bin in diesem Fall wohl ein Einzelfall”, sagte Lillith schulternzuckend. Darian schaute sie lange an, ohne etwas zu sagen. Diese stille Zeit nutzte sie, um ihn genauer anzusehen. Er hatte blondes, langes und glattes Haar. Seine Haut war blass, aber hatte gerade noch so viel Farbe, dass es nicht ungesund wirkte und auch nicht besonders auffiel. Was aber auffiel, waren seine Augen. Sie waren stechend blau und wurden zur Mitte hin grün. Außerdem sahen sie aus, als könnte man durch sie direkt in seine Seele blicken. Momentan lag ein abwesender Blick in ihnen.
Lillith wartete ein paar Minuten. Doch dann hielt sie die Stille nicht mehr aus und fragte: “Was ist? Hast du vor hier sitzen zu bleiben und mich weiterhin blöd anzustarren?”
Das schien ihn aufgeweckt zu haben. “Nein, eigentlich hatte ich vor, dich zu fragen, warum du nichts von Gewalt hältst.”, entgegnete er gelassen. Lillith ließ sich die Frage kurz durch den Kopf gehen und meinte schließlich, dass Gewalt etwas für Leute wäre, die sich nicht anders zu helfen wüssten.
Dass es auch noch einen anderen Grund gab, verschwieg sie ihm, schließlich kannten sie sich erst seit einigen Minuten.
Der Hauptgrund für ihre Abscheu gegenüber Gewalt war nämlich, dass ihre Mutter während eines Kampfes gestorben war. Laut den Ältesten im Dorf, waren es die Wasserelfen, die sie getötet hatten. Lillith erinnerte sich kaum noch an ihre Mutter. Sie hatte nur eine halbwegs klare Erinnerung an sie. Als Lillith vier Jahre alt war, gingen sie am Strand des magischen Sees entlang. Nach einer Weile setzten sie sich an eine trockene Stelle. Ihre Mutter sang ihr ein Lied vor. An den Text konnte Lillith sich nicht mehr erinnern, aber dafür an die Melodie. Immer wenn sie traurig war, summte sie diese vor sich hin und wurde auf der Stelle wieder glücklicher. Außerdem erinnerte sie sich noch an ein Gefühl. Angst. Sie mussten sich immer fürchten, wenn sie dort entlang liefen, denn es war sehr gefährlich. Das Risiko nahmen die Beiden allerdings immer auf sich. Gefährlich war es, weil die Stämme der Wasser und Feuerelfen sich bekriegten. Dieser Krieg hielt schon so lange an, dass sich nicht einmal die Ältesten beider Stämme, die jeweils über 110 Jahre alt waren, sich an den Anfang erinnerten. Wie so oft, überlegte Lillith, wieso sie sich bekriegten. Legenden besagten, dass eine Frau der Wasser- und ein Mann der Feuerelfen sich liebten. Damals hieß es, dass sich Elfen und Feen nicht lieben dürften, weil es gegen die Natur sei und Pech über das ganze Dorf bringen würde. Jade und Thyro, so hießen die zwei Liebenden, kümmerten sich allerdings nicht darum und trafen sich gegen den Willen ihrer Stämme. Sie versuchten ihre Beziehung so gut es ging, geheim zu halten. Es funktionierte für mehrere Monate, doch eines Tages wurden sie entdeckt.
Jades Vater war ein jähzorniger, abergläubischer Mann. Er verbot Jade, sich weiterhin mit Thyro zu treffen und sperrte sie in einer Höhle, die von Drachen bewacht wurde, ein. Außerdem opferte er seine besten Krieger, um Thyro töten zu lassen. Laut den damaligen Legenden war das die einzige Möglichkeit, das Pech vom Dorf abzuwenden. Daraufhin erklärten die sonst so friedlichen Wasserelfen den Feuerelfen den Krieg. Da beide Stämme sehr stolz waren, verzieh keiner dem anderen und der Krieg wurde weitergeführt.
Eine weitere Legende besagte, dass es im Tal der Wünsche, dort lagen die Dörfer der beiden Stämme, zwei Stäbe gab. Den Feuer- und den Wasserstab. Keiner der Beiden, konnte ohne den anderen existieren, weshalb ihnen Wächter zugeteilt wurden. Die Feuerelfen bekamen die Aufgabe, den Feuerstab zu beschützen und die Wasserelfe den Wasserstab. Wenn einer der Stäbe, oder gar beide, in die falschen Hände gelangen sollte, würde das die gesamte Welt gefährden. Die Stäbe waren sehr gefährliche Waffen. Mit ihnen konnte man jede Kreatur auf der ganzen Erde kontrollieren. Damit sie nicht mehr gefährlich waren, taten sich die Feuerelfen und die Wasserelfen zusammen und legten einen Zauber auf sie, der sie zwar nicht unschädlich machte, aber bewirkte, dass die Stäbe nur noch demjenigen, der mit guter Absicht vorhatte, sie einzusetzen, gehorchte. Zusätzlich wurden sie noch in Höhlen, die von mystischen Kreaturen, wie Drachen, Orks und Riesen, bewacht wurden, versteckt. Nach einigen Jahrzehnten vergaßen die Stammesmitglieder die Stäbe. Eines Tages jedoch erzählte ein Ältester, der das Verstecken der Stäbe noch miterlebt hatte, dass man mit ihrer Hilfe, die gesamte magische Welt regieren könne. Keltor, ein böser Elf, der ursprünglich aus den Bergen stammte und bei den Wasserelfen lebte, lief daraufhin zu den Höhlen, erlegte die Wächter und nutzte ihre Kräfte aus, um den gesamten Kreaturen, mitsamt Tieren, Trollen und auch Drachen, ihren freien Willen zu nehmen. Sie standen unter seiner Kontrolle. Es dauerte Jahrzehnte, bis sich eine Feuerfee namens Adylla gegen die Kraft wehren konnte, sie hatte über die Zeit eine Immunität gegen die Wirkung der Stäbe entwickelt. Adylla machte sich auf den Weg durch den Wald, der jedoch sehr gefährlich und voller Irreführungen, die einen in den sicheren Tod führten, war. Deshalb half ihr der freundliche Troll Huor. Trolle kennen die Wälder besser als jedes andere Wesen der magischen Welt. Nicht einmal die Waldnymphen, die in den Wäldern lebten, kannten jedes Geheimnis, das sich dort verbarg.
Adylla und Huor liefen 10 Tage und 10 Nächte ununterbrochen, bis sie eine Kolonie von Lichterfeen fanden, die bereit waren, zu helfen. Die Lichterfeen besaßen Talismane, durch die man vollkommen immun gegen die Kräfte der Stäbe war und da die Lichterfeen sowohl gutmütige als auch kämpferische Wesen waren, war es ein Leichtes, Keltor zu stürzen. Die Schreckensherrschaft war beendet. Die Feuerelfen , die sehr eitel und nachtragend waren, jedoch verziehen den Wasserelfen ihren Fehler nicht und erklärten ihnen den Krieg.
Plötzlich wurde Lillith von Darian unterbrochen, der mit seiner Hand vor ihrem Gesicht hin und her wedelte und sagte: “Hallo? Jemand anwesend? Du sitzt jetzt schon mindestens fünf Minuten da und sagst nichts. Alles okay?” Zerstreut schaute sie ihn an und merkte, wie ihr wieder die Schamesröte in die Wangen schoss. Durch die Gedanken an den Tod ihrer Mutter hatte sie einen Kloß im Hals bekommen und brachte deshalb nur ein Nicken zustande. “Wie heißt du eigentlich?”, wollte er nun wissen. “Mein Name ist Lillith.”, meinte sie. “Nun erklär mir bitte mal, wieso du mich nicht einfach von den Wachen fangen lassen hast. Könntest du deswegen nicht getötet werden?” Darian überlegte eine Weile bevor er antwortete. “Ja, ich könnte dafür hingerichtet werden. Aber mir geht die Gewalt zwischen unseren Stämmen auf die Nerven. Ich meine, immerhin sind wir Brüder und Schwestern, im Prinzip! Was hat es für einen Sinn, sich gegenseitig umzubringen? Es sterben so viele Leute deswegen. Der Stamm, der den anderen angreift verliert während der Schlacht Krieger und der Angegriffene ebenso. Das hat doch alles keinen Sinn! Außerdem ist es feige, gegen ein Mädchen Gewalt anzuwenden.”
Mit einem harten Stoß wurde sie in einen Gang in der Wand hinter ihr gedrängt. “Was ist…?”, wollte Lillith schon fragen, doch Darian hielt ihr wieder die Hand vor den Mund, damit sie nichts sagen konnte. Mit einer Geste, die sie kaum sehen konnte, teilte er ihr mit, weiter zu krabbeln.
Es sind bestimmt die Wachen. Sie suchen mich. Hoffentlich haben sie Darian und mich nicht reden gehört!
“Schnell, weiter! Sonst finden sie uns noch! Bis jetzt haben sie nur die kleine Höhle gefunden. Wenn wir uns beeilen, finden sie uns nicht!”, zischte Darian leise.
Schnell kroch Lillith weiter über den lehmigen Boden des schmalen Ganges. Sie krabbelte an Abzweigungen vorbei, über Erderhebungen hinweg, einmal öffnete der Tunnel sich sogar über ihr und sie konnte den strahlend blauen Himmel, der so gar nicht zu der Situation passen wollte, durch die Öffnung sehen.
Das ging etwa zehn Minuten so, ihre Knie fühlten sich schon ganz wund an, als Darian endlich, in normaler Lautstärke, sagte: “Gleich sind wir in Sicherheit. Wir sind nur noch fünf Meter von meinem geheimen Lieblingsplatz entfernt. Niemand, außer ich und gleich auch du, war bisher dort und niemand wird diesen Ort finden, ich habe ihn mit starken Zauberbannen geschützt. Es ist also eine große Ehre für dich.” Beim letzten Satz lachte er leise auf.
Als Lillith gerade fragen wollte, ob er sich ganz sicher sei, dass sie den richtigen Weg nehmen würden, verblasste die Höhle um sie herum und Lillith fand sich auf einem Berggipfel wieder, der atemberaubend hoch und schön war.
Darian sah, wie ihr der Mund aufklappte und musste bei diesem Anblick wieder lachen - Es klang wie der Gesang eines Vogels.
“Sind wir jetzt sicher?”, fragte Lillith ängstlich, was eigentlich gar nicht ihre Art war, da sie Abenteuer und Gefahr liebte - normalerweise.
Lillith war an diesem Tag sowieso nicht sehr gut gelaunt, was ebenfalls nicht ihre Art war. Ihre Mutter war vor genau zwölf Jahren gestorben. Ihr Todestag brachte Lillith immer schlechte Laune ein. Sie vermisste ihre Mutter fürchterlich. Außerdem erinnerte sie sich nur noch bruchstückhaft an sie, sie war immerhin erst Fünf als sie ihre Mutter verlor. Als Lillith etwa zehn Jahre alt war, erinnerte sie sich noch sehr gut an ihre Mutter. An ihr Lachen, ihre Stimme und an ihr Gesicht. Doch mit der Zeit verblasste die Erinnerung und ihre Mutter wurde  zu einem ein verzerrten und verwischten Bild mit Lilliths Stimme in ihrem Gedächtnis. Sie war nicht mehr als ein blasses Abbild der ursprünglichen Erinnerung, nicht mehr als eine Fremde, deren Gesicht sie sich nicht merken konnte. Lillith hatte das immer für sich behalten. Sie schämte sich dafür, dass sie den einst wichtigsten Menschen in ihrem Leben vergaß - oder zumindest wie dieser Mensch ausgesehen hat. Ab und zu wachte sie nachts auf und erinnerte sich an alles. An den Mund, die großen braunen Augen, die sie an Lillith weitervererbt hatte. In diesen kostbaren Momenten erinnerte sie sich an alles und sie versuchte sie festzuhalten. Doch es wollte nicht funktionieren. Je mehr sie sich auf die
Erinnerung konzentrierte, desto schneller verschwamm sie und wurde wieder zu dem ungenauen Bild, das sie sonst immer war.
“Ja, wir sind sicher. Die Wachen werden uns hier nicht finden.”, sagte Darian und lächelte Lillith an.
“Wieso schaust du mich so an?”
“Ich weiß nicht. Einfach so. Du bist schön, weißt du das?”
Daraufhin errötete Lillith. Sie konnte noch nie gut mit Komplimenten umgehen. Vermutlich, weil sie sehr selten welche bekam. Falls es doch mal der Fall sein sollte, waren es meistens alltägliche Sachen wie “deine Schuhe sind schön” oder “eine tolle Haarspange hast du da”. Belangloses Zeug, das niemandem wirklich wichtig war.
“Danke…”, murmelte sie verlegen und schaute dabei auf den Boden.
Jetzt schaute sie sich genauer um und stellte fest, dass hier alles so unberührt aussah, was nicht sein konnte. Die Bäume bildeten ein Dach aus Ranken, Blättern und Ästen, das die Lichtung vor Regen schützte. Außerdem war alles sehr farbenfroh. Es gab rote Rosen, violette Veilchen und viele andere Blumen, bei denen weder Lillith noch Darian wussten, wie sie hießen. Sie waren orange, gelb, blau und auch rosa.
Dieser Ort war wunderschön. Lillith verstand sofort, wieso Darian sich hierher zurückzog. Es war alles so idyllisch und friedlich. Hier konnte man all seine Sorgen vergessen und an eine friedliche Welt ohne Krieg glauben. Eine Welt, wie Lillith sie sich wünschte.
Plötzlich traf sie etwas am Hinterkopf. Verwirrt drehte sie sich um - Darian hatte sie mit einer Hand voll Erde beworfen.
“Was sollte das denn?”, rief sie.
“Was das sollte? Was hast du dir dabei gedacht, als du unser Gebiet betreten hast? Die Wachen hätten dich getötet, wenn ich dich nicht gerettet hätte! Sie hätten dich in Stücke zerrissen und vergraben! Oder vielleicht sogar lebendig gekocht! Du weißt nicht, wie brutal unsere Wachen mit Deinesgleichen umgehen! Sie kennen keine Gnade. Egal ob Kind, Erwachsener oder Alter - alle werden gleich behandelt.”, schrie er Lillith wütend an.
Verblüfft starrte sie ihn an, unfähig etwas zu sagen. Diesen Gefühlsausbruch hatte sie nicht erwartet.
Darian war inzwischen aufgesprungen und lief aufgebracht auf der Lichtung hin und her. Immer wieder sah er sie mit einem giftigen Blick an, schaute wieder weg  und murmelte  wütende Worte vor sich hin.
Lillith ließ ihn sich erst einmal beruhigen, bevor sie leise antwortete. “An eurem Strand bin ich früher mit meiner Mutter spazieren gegangen. Wir sind das Risiko, gefangen zu werden immer eingegangen. Mit ihr habe ich mich sicher gefühlt. Als könnte mich niemand fangen. Ich erinnere mich nicht mehr daran, wie sie aussah… Ich… Deshalb gehe ich manchmal dort entlang… In der Hoffnung, mich an sie zu erinnern. Aber… Es funktioniert nicht. Ich vergesse sie immer mehr!” Jetzt liefen ihr Tränen die Wangen hinunter. Wütend auf sich selber, wischte sie sie weg.
Jetzt war Darian derjenige, der Lillith verblüfft anstarrte. Auch er hatte ihren Gefühlsausbruch nicht erwartet. Allerdings lag in seinem Blick noch Mitleid und Trauer.
Er suchte angestrengt nach Worten, um sie zu beruhigen.
“Es ist egal, ob man sich an das Gesicht einer Person erinnert, solange man sich an das Wichtigste vor Augen hält: Der Charakter dieser Person. Das Liebenswerte an ihr. Solange man sich vor Augen hält, wie viel einem diese Person bedeutet, musste man sich nicht über das Gesicht sorgen. Es ist unwichtig, eine Maske, sterblich. Die Liebe zu dieser Person jedoch ist unsterblich. Sie überlebt viele Jahre, Jahrzehnte und wenn man solange lebte sogar Jahrhunderte. Sogar nach dem Tod lebt sie weiter.”
Lillith weinte immer noch und wischte sich die Tränen alle paar Sekunden verstohlen weg. Sie wollte nicht, dass Darian sah, wie sie Schwäche zeigte. Das hatte sie noch nie gemocht und würde es wahrscheinlich auch niemals mögen.
Darian ließ ihr Zeit, bis sie sich beruhigt hatte, bevor er weiterredete.
“Warte hier. Ich schaue kurz ob die Wachen noch da sind. Bleib einfach hier, es dauert nicht lange.”, sagte er und stand auf. Er lief zu dem Gang zurück, aus dem sie gekommen waren, duckte sich und lief so weiter, bis er aus Lilliths Sichtfeld verschwand. Sie fühlte sich furchtbar alleine an diesem fremden Ort.
Es dauerte einige Minuten bis er wieder zurück kam.
Er sah erleichtert aus. Lillith atmete laut auf.
“Sie sind weg. Haben wahrscheinlich einfach kehrtgemacht. Willst du nach Hause gehen?”
Sie dachte kurz darüber nach.
“Nein, ich würde lieber noch hier bleiben, wenn es dir nichts ausmacht. Ich bin noch ziemlich aufgewühlt, ich glaube, es wäre keine gute Idee mich jetzt alleine draußen rumlaufen zu lassen. Wahrscheinlich würde ich gleich wieder euren Wachen in die Arme laufen…”
“Weißt du, ich habe so ein Gefühl, dass du die einzige Feuerelfe weit und breit bist, die es schafft, sich fast gefangen nehmen zu lassen. Bisher gab es glaube ich nur eins deiner Stammesmitglieder, das sich fangen lassen hat. Das war vor ungefähr 10 Jahren. Na ja, da ging es nicht so glimpflich aus wie bei dir… Mein Stamm prahlt immer noch damit… Ich glaube, meine Stammesmitglieder halten sie sogar noch gefangen…”
Mit vor Schock weit aufgerissenen starrte sie ihn an. Vor genau 10 Jahren starb ihre Mutter. War es möglich, dass sie die letzte Gefangene der Wasserelfen war? Lillith merkte kaum, wie sie aufsprang. Alles verschwamm von ihren Augen. Irritiert fasste sie sich in das Gesicht und stellte fest, dass sie weinte. Schon wieder!
“Lillith? Was ist denn auf einmal los?”
Sie stammelte ein paar unverständliche Worte und rannte weg. Als sie an dem Ausgang ankam, fiel sie auf die Knie und kroch auf allen Vieren weiter. Darians Rufe hörte sie schon gar nicht mehr.
Irgendwann stellte sie resigniert fest, dass sie sich verlaufen hatte. Verzweifelung machte sich in ihr breit gefolgt von Angst.
“Was soll ich jetzt tun?”, wimmerte sie vor sich hin.
Nach einigen Minuten der Hoffnungslosigkeit fasste sie neuen Mut, drehte um, kroch weiter - und saß vor einer Wand. Wütend schlug sie mit der Faust gegen die Wand.
Ein stechender Schmerz lies sie aufjaulen.
Verdammt! Was mache ich hier eigentlich? So finde ich niemals wieder nach draußen! Und zurück zu Darian auch nicht! Verdammt, wieso bin ich einfach weggerannt? Ich hätte bei ihm bleiben sollen! Irgendwie ist er ja sogar ganz nett. Aber… Sein Stamm hält meine Mutter gefangen. Wie kann ich mich da mit ihm anfreunden? Das geht nicht! Zwischen unseren Stämmen herrscht Krieg. Das würde niemals gut ausgehen.
Plötzlich hörte sie ein Knirschen. Erschrocken zuckte sie zusammen und fuhr herum. Da war Darian. Erleichtert lächelte sie ihn an. Sein Blick war von Besorgnis gekennzeichnet. Als ihr bewusst wurde, wieso er so besorgt aussah, senkte sie beschämt den Blick.
“Komm mit.”
Ohne etwas zu erwidern folgte Lillith ihm.
Etwa eine halbe Stunde lang krochen sie so durch die verzweigten Gänge ohne zu reden. Zuerst versuchte sie noch, sich etwas zurechtzufinden, doch nach einer Weile gab sie es auf. Sie hatte die Orientierung total verloren.
Der Weg war beschwerlicher als die vorherigen zwei und nach kurzer Zeit fühlten sich ihre Handflächen und Knie wund an. Manchmal hatte sie sogar das Gefühl, etwas Feuchtes zu spüren. Als sie dachte, es nicht mehr aushalten zu können, meinte Darian endlich: “Es ist nicht mehr weit. Nach dieser Kurve sind wir wieder auf dem Gipfel.”
Erleichtert stieß Lillith einen Seufzer aus.
Helles Licht blendete sie, als sie um die Kurve krabbelten.
Mit der schattenspendenden Hand vor den Augen richtete sie sich auf. Darian war bereits am anderen Ende der Lichtung angekommen.
“Was war denn vorhin los mit dir? Wieso bist du einfach weggerannt?”, fragte Darian.
“Ich… Du hast ja gesagt, euer Stamm würde die Feuerelfe immer noch gefangen halten, richtig? Also, ich glaube….”
Ihre Stimme brach ab. Den Tränen nahe setzte sie sich hin und legte den Kopf auf die Knie.
“Was glaubst du?” Er sah furchtbar besorgt aus.
Jetzt konnte sie die Tränen nicht mehr zurück halten. Laut schluchzend vergrub sie das Gesicht in den Händen. Plötzlich spürte sie, wie er einen Arm um sie legte. Sie hatte gar nicht gemerkt, dass er zu ihr gelaufen und sich neben sie gesetzt hatte. Nach ein paar Minuten hatte sie sich etwas beruhigt und war wieder fähig, etwas zu sagen.
“Vor 10 Jahren fand die Gefangennahme statt hast du gesagt… Vor genau 10 Jahren starb meine Mutter. Anscheinend. Wir haben nirgendwo ein Grab, was für meinen Stamm sehr ungewöhnlich ist. Normalerweise begraben wir Tote immer unter der Geburtseiche. Aber meine Mutter wurde nicht begraben. Laut meinen Stammesmitgliedern wurde sie von deinem Stamm verschleppt. Die einzige Nachricht, die wir daraufhin bekamen war, dass sie tot sei. Aber ich glaube nicht, dass sie tot ist. Nicht mehr.”
Darian schaute sie mitleidig an. “Das… Das ist ja furchtbar! Ich könnte mal mit den Stammesältesten reden, vielleicht lassen sie deine Mutter ja frei.”
“Nein! Mach das nicht! Dann werden sie fragen, wieso du das möchtest. Wenn du ihnen die Wahrheit sagst, wirst du wahrscheinlich noch bestraft oder gar getötet! Abgesehen davon könnte es durchaus passieren, dass sie dadurch auf mich kommen würden. Ich kann es mir nicht leisten, Ärger zu bekommen. Es würde meinem Vater das Herz brechen, wenn jetzt auch noch ich sterben oder gefangengenommen werden würde.”
Darian versuchte zu protestieren, doch Lillith unterbrach ihn. “Lass es. Bitte. Ich könnte es nicht ertragen, wenn dir wegen mir etwas geschehen würde. Wenn irgendjemandem etwas geschehen würde.”
Bei diesen Worten war er aufgesprungen. “Ich muss jetzt gehen! Es tut mir leid. Ich werde einen Zauber aussprechen, der dir den Weg zurück weisen wird. Du wirst den Weg ohne Probleme finden.”
Ohne ein weiteres Wort der Erklärung stürmte er zu dem Tunnel und verschwand schließlich in der Dunkelheit.
Wieder saß Lillith alleine da und wusste nicht, was zu tun war.











Kapitel 2

“…Ich könnte es nicht ertragen, wenn dir etwas wegen mir geschehen würde. Wenn irgendjemandem etwas geschehen würde.”
Diese Worte schockten Darian so sehr, dass er aufsprang und flüchtete. Er kroch so schnell wie möglich durch den dunklen Tunnel. Sein Ziel war das Dorf der Wasserelfen. Sein Zuhause.
Es ist doch nicht möglich, dass sie mich nach so kurzer Zeit bereits so sehr mag, dass sie nicht möchte, dass ich verletzt oder getötet werde! Ich meine, wir kennen uns erst seit wenigen Stunden! Ich müsste ihr egal sein! Das darf nicht sein. Die Folge davon wäre ein erneuter Angriff. Ich kann das nicht zulassen. Wer weiß wer bei den Angriffen sterben würde! Vielleicht meine Mutter! Oder meine Schwester! Und ich würde das niemals überleben. Lillith hat recht. Sie würden mich töten.
Er kannte den Weg durch die Tunnel bereits so gut, dass er gar nicht darauf achten musste, wohin er krabbelte.

29.1.09 22:41


Ich werde Autorin!

Also, ich habe beschlossen, ein Buch zu schreiben. Ich poste hier mal meinen Anfang... Wäre nett, wenn ihr mir ein feedback geben könntet und evtl Verbesserungsvorschläge bringen könntet! Auch über Fragen würde ich mich freuen, wenn ihr es dadurch besser versteht.
 
Also, das Buch kommt im nächsten Eintrag.
29.1.09 22:39


Hi Hi Hi Hi.

Also, ich hab beschlossen wieder ne Seite aufzubauen.

Das Layout lass ich erstmal so & mit dem Stuff schau ich jetzt gerade mal, ob ich noch irgendwas hab & dann mach ich mich auf Affisuche. :D 

6.6.08 17:59